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Überweisung mit Hindernissen – Tipps zur Vermeidung von unnötigen Kosten

31. Juli 2007

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt was mit dem Geld passiert welches Sie von Ihrem Konto überwiesen haben oder wie lange Ihr Gehalt von Ihrem Arbeitgeber zu Ihnen unterwegs war? Wenn das nicht der Fall ist sollten Sie besser nicht weiterlesen, sonst könnten Sie doch noch zu einen für Banken unangenehmen Kunden werden.

Wie ein Test des VKI zeigt beträgt die Überweisungsdauer von Konto zu Konto noch immer gleich lange wie zu vorsintflutlichen Zeiten aus dem vorigen Jahrhundert. Dabei sollte das aus technischer Sicht gar nicht mehr nötig sein, jedoch ergibt sich den Banken nach aktuellen Schätzungen dadurch ein jährlicher Gewinn von rund 20 Mio. Euro. Daher haben Sie auch wenig Interesse daran dies schnell zu ändern.

Wodurch entstehen diese Bankgewinne

Nicht das Datum der Buchungszeile ist relevant für die Zinsberechnung, sondern das Valuta. Das Valuta ist der Zeitpunkt ab welcher die Buchung zinstechnisch schlagend wird. Dieses Datum wird sofort bei der Überweisungseingabe (angegebenes Überweisungsdatum bei Onlinebanking, Datum der Eingabe des Erlagschein durch den Bankangestellten) als Zahlungsausgang vom Ihrem Konto gesetzt. Erst wenn das Geld laut Valuta beim Empfänger erreicht ist, wird es dort wieder verzinst. So kann es vorkommen, dass Geld bereits in den Kontoauszügen aufgelistet wird, aber das Valuta erst Tage später zu wirken beginnt. In dieser Zeitdifferenz zwischen Valuta-Zahlung zu Valuta-Empfang müssen die Banken keine Guthabenszinsen für diese Beträge bezahlen und eventuell durch die Zeitdifferenz entstehende Kontoüberziehungen mit fetten Zinsen belegen und dadurch doppelt verdienen.

Wie kann ich diese Valutadauer verkürzen?

Um die Valutadauer zu verkürzen bzw. Kontoüberziehungen durch solche Verzögerungen zu vermeiden können Sie einige Dinge beachten.

  • Versuchen Sie nur per Onlinebanking zu überweisen
    Da dieses System automatisiert ist, wird zumindest die Überweisung rasch bearbeitet und es kommt zu keinen Verzögerungen durch längeres liegen von Erlagscheinen in Überweisungsboxen. Dadurch können Sie zielgenauer Überweisen und haben einen längeren Zinseffekt auf Ihrem Konto. Ausserdem sind die Kontokosten für Onlinebanking meistens günstiger als Kontobewegungen durch den Bankangestellten.
  • Warten Sie Eigenübertragsbuchungen ab
    Wenn Sie von Ihrem Sparbuch einen Eigenübertrag durchführen, so wirkt dieser per Valuta meist erst einen Tag danach. Versuchen Sie also möglichst einen Tag vor einer großen Überweisung bereits das nötige Geld auf dem Konto zu haben, da es sonst zu unnötigen Zinszahlungen aufgrund des genutzten Kontorahmens kommen kann.
  • Vermeiden Sie Wochenendbuchungen
    Versuchen Sie Kontobewegungen an Wochenenden (Bankomatbehebungen) zu vermeiden, da Gutschriften die am Wochenende einlagen mit Valuta auf den kommenden Montag gebucht werden und Ausgänge für Privatkunden immer auf Valuta vom Samstag gebucht werden (Beispiel: Bankomatbehebung: Sonntag, 23:55 Uhr –> Valuta Samstag – Montag 0:05 Uhr –> Valuta Montag)
  • Bezahlen Sie bei geringem Kontostand mit Kreditkarte oder auf Lieferschein
    Gegen Monatsende wenn das Geld manchmal schon etwas knapper ist und eine unerwartete Rechnung eintrudelt versuchen Sie diese mittels Lieferschein oder Kreditkarte hinauszuzögern, damit das Konto nicht wegen ein paar Tagen überzogen werden muss.

Geschrieben von in Kategorie Bankgeschäfte | bisher 0 Kommentare

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